Die Geschichte von dem Abend, an dem ich auch ohne irisch zu sprechen die Iren verstand celebration
Oder: Wie ich viele neue Freunde gewann!!!

Es war ein fabelhaftes Fest-wirklich- es war der 24te Januar, nein eigentlich schon der 25te…und ich saß wie immer nach einer durchfeierten Nacht an meinem Küchentisch in Würzburg,einen Karl´s- Apfelsaft vor mir und ließ den Abend noch mal Revue passieren.
Ich hatte heute so viel gelacht, wie manchmal in einem ganzen Jahr nicht ( besonders das Jahr 2003-eine äußerst schwarzes Jahr ) Mir tat alles weh: Meine Gesichtsmuskeln, mein Mund, mein Kiefergelenk, meine Bauchmuskeln- aber nicht etwa, weil ich Schmerzen gehabt hätte-nein- weit gefehlt-sondern weil ich am 2ten internationalen Filmdinner so brillant und excellent unterhalten worden war, dass ich auch um 3 Uhr früh in meiner Küche noch schmunzeln musste.
Ich hatte sogar Irisch verstanden-dachte ich so bei mir-und das ist gar nicht so einfach, eigentlich.
Aber die Iren sind einfach klasse. Die versteht man, auch wenn man gar nix versteht….
Selten habe ich jemanden sowenig oder besser gesagt, gar nicht gekannt wie zu Beginn dieses Abends, um dann nachher sogar mit einer konkreten Einladung nach Irland nach Haus zu kommen.
Wie geht so was???
Das macht einfach die Herzlichkeit aus, mit der mir an diesem Abend Menschen begegnet waren…denen ich deswegen mein Herz geöffnet habe…und ich kann Euch sagen, es lohnt sich!!
Wer war beim Dinner alles dabei- also :
Es waren von Owens irisch-verwandter Seite Cousin John, der in einer Ein- Mann- Show über weite Abschnitte durch den Abend führte und an dem ein Entertainer verloren gegangen ist….
Da war der lemon- squash aus Uruguay, der uns magenmäßig den letzten Rest gegeben hatte und dadurch die Stimmung weiter emporgetrieben hatte…
Dabei hatte alles ja eigentlich mit einem Dinner zu Ehren des 31.ten Filmfestivals und dessen Regisseuren begonnen- auch Deirdre Lynch, eine amerikanische Regisseurin gab sich bereits zum 2ten mal die Ehre- und wir waren sehr erfreut darüber- Stephen Lock war leider schon abgereist…ach ja –wo war ich stehen geblieben, wer sonst noch alles da war, genau!
Also wir hatten da auch Owens stillen Bruder Brendan, der auf seine eigene Art, Gefühle in Mimik zum Ausdruck zu bringen, das Geschehen gestern kommentierte-und sich dabei prächtig zu amüsieren schien; wir hatten auch Nora, Johns süße, clevere Frau, die mir immer mit Augenzwinkern zu verstehen gab, wie toll sie alles fand; wir hatten natürlich Owen, der vom bereits 1 wöchig- anhaltenden Verwandschaftsbesuch froh, aber vom lemon squash müde gemacht wirkte; er sank dann nach Johns Entertainment auf die Stühle zurück und konnte nicht mehr- vor Lachen allerdings.
Ja –so war das. Ja und J-P war auch da der beste Freund vom Owen- glaub ich jedenfalls, und der zeigte mir dann mit John zusammen, wie ein irisches Gespräch unter Männern aussieht- nämlich so schnell und unverständlich, dass man es nur mit Hurley vergleichen kann.
Man hört nur Schlucklaute heraus und kann sich den Rest dann denken, aber gleichzeitig wird man süchtig aufs Zuhören, weil’s so lustig klingt- wenn man objektiv auch nix verstanden hat, so hat man´s mit dem Herzen verstanden.
Was man hier an dieser Stelle auf gar keinen Fall vergessen darf, sind natürlich die hervorragenden Köchinnen und Köche.
Der 5-Sterne Ruderkönigkoch Flecky creierte und kredenzte zusammen mit seinem außerordentlichen Team Peter,Katharina und Tillmann, ein hervorragendes Menü, das alle sprachlos machte. Hervorzuheben sind die feine Tischdeko wie auch die Zimtcroutons!!
Retrospektiv zu den Highlights des Würzburger Gesellschaftslebens des Jahres 2005 gehörten zweifelsfrei auch die Gesangs-Einlage der Köche, die zu fortgeschrittener Stunde das Frankenlied zum besten gaben ….wie auch die Gesangs-Show-Einlage vom Flecky am Klavier, Peter singend, Owen an einer Ski- Gitarre ( als Gitarrendouble diente ein roter Holzski ) und schlussendlich John, der den Hammer im Takt schwang.
Ihr seht, es war ein äußerst gelungener Abend, der mich ausgesprochen erfreut hat, der mich noch wochenlang erfreuen wird und an den ich mein Leben lang gerne zurückdenken werde.
Mit lieben Grüßen und Dank an alle Anwesenden ( und auch an den Börni, der nicht anwesend sein konnte, weil er fürs Bayernfernsehen arbeiten musste )
Herzlichst
Eure Sabine